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Raus aus den Ferien - rein ins Grüne

Wenn Bäume erzählen könnten

Ferienpass-Kinder auf Entdeckungstour am Friesenheiligen

 

Raus aus den Ferien und rein ins Grüne! 14 junge Naturforscherinnen und Naturforscher folgten der Einladung. Treffpunkt am frühen Vormittag war der Parkplatz am Friesenheiligen. Und während andernorts bei den sommerlichen Temperaturen vermutlich der Schatten einer Eisdiele zum bevorzugten Aufenthaltsort geworden wäre, erwies sich der Wald als geradezu perfekter Veranstaltungsort: angenehm schattig und deutlich kühler als auf aufgeheizten Straßen und Plätzen.

 

Nach der Begrüßung durch die NVSG-Aktiven Bertwin Dehmer, Frank Polej und Siggi Zeus übernahm die Biologin und Pädagogin Anke Bissert-Bendel von der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA, in Rodenbach) das Kommando. Schnell wurde klar: Ein Waldspaziergang kann wesentlich mehr sein als nur „Bäume angucken“.

 

Zunächst ging es um die erstaunliche Vielfalt der heimischen Bäume. Nadeln, Blätter, Rinde und Früchte wurden unter die Lupe genommen. Die Kinder lernten, dass Bäume durchaus unterschiedliche Persönlichkeiten haben, sozusagen ihren eigenen „Personalausweis“ besitzen. Man muss ihn nur lesen können. 

In verschiedenen Spielen konnten die Kinder anschließend ihr frisch erworbenes Wissen unter Beweis stellen und herausfinden, welcher Baum denn nun welcher ist. Verwechslungen waren dabei ausdrücklich erlaubt – schließlich war der Vormittag kein botanisches Staatsexamen.

 

Besonders kreativ wurde es anschließend bei den Baumrinden. Mit Wachsmalkreiden wurden die unterschiedlichen Strukturen abgepaust. So entstanden kleine Kunstwerke, bei denen die Kinder eindrucksvoll feststellen konnten, dass selbst eine scheinbar unspektakuläre Baumrinde ganz schön viel hergibt, wenn man nur genau hinschaut. 

 

Bei den sommerlichen Temperaturen durfte natürlich auch das Trinken nicht zu kurz kommen. Immer wieder wurden Trinkpausen eingelegt, damit nicht nur die Bäume, sondern auch die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher den Vormittag unbeschadet überstanden. Für Bewegung und Auflockerung zwischendurch sorgte der vereinseigene Kinderflüsterer Siggi Zeus. Er bewies einmal mehr, dass er offenbar über eine besondere Begabung verfügt: Wo normale Erwachsene sagen „Jetzt hört doch mal zu!“, gelingt ihm tatsächlich das Kunststück, Kinder wieder in Bewegung zu bringen. Ein Talent, das im Naturschutz vermutlich mindestens so wertvoll ist wie ein gutes Fernglas.

 

Nach dem Motto „Jetzt wissen wir, wer hier wächst – aber wer knabbert eigentlich daran?“ ging es anschließend der Tierwelt auf die Spur. Gemeinsam wurden Fraßspuren untersucht. Vor allem an Früchten und Zapfen gab es einiges zu entdecken. Denn auch Tiere hinterlassen ihre Visitenkarten – nur eben nicht mit Kugelschreiber, sondern mit Zähnen, Schnäbeln und manchmal ziemlich deutlichen Bissspuren.

 

Und dann war es auch schon wieder so weit: Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Diplom.

Danke Anke von der GNA und den Betreuern Frank Polej, Siggi Zeus und Bertwin Dehmer für diese sehr gelungene Sommerveranstaltung. 

 

 

 

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Veröffentlichung

Sa, 15. August 2026

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